Home
 
Jugend
 
Information
 
Grünes Team
 
Ziele + Wege
 
Links
 
Kontakt
 

I n f o r m a t i o n

Das Grüne Ohr

Leitlinie zukünftiger Bürgerbeteiligung der Stadt Wittenberg und seinen Ortsteilen!


Bei der Aktion das "Grüne Ohr" der Bündnisgrünen des Kreisverbandes Wittenberg hatten am 18. März 2009 die Wochenmarktbesucher die Möglichkeit, ihre Meinung zur Stadtentwicklung, zum Klimaschutz und zu dem, was sie bewegt, zu äußern. Es wurde den Schwerpunkten und besonderen Problemen aufmerksam zugehört. Die Rangfolge der Meinungen sollte Richtschnur der Arbeit der Verwaltung und Stadträte für die Zukunft sein.

Die Auswertung ergab:

  • Die Innenstadt hat sich positiv entwickelt, meinten 67 % der Befragten. Ruinöse Häuser, wie auch der (Noch)-Zustand des Arsenalplatzes würden aber dem guten Image von Wittenberg schaden. Reichlich die Hälfte der Bürgerinnen und Bürger, die an der Aktion das "Grünen Ohr" teilnahmen, waren zufrieden mit dem Ausbau des Radwegenetzes, die Ortsteile hätten aber in punkto Fuß/Radwege noch Nachholbedarf. Auch seien viele Fuß- und Radwege, aber auch Strassen, außerhalb der direkten Innenstadt stark Reparaturbedürftig und nicht zu vernachlässigen. "Es gäbe nicht nur die Innenstadt !"

  • Vorbildlich befanden fast alle die Piesteritzer Werkssiedlung.
    Für den Vorschlag: "Rückbau von fünf auf drei Etagen, statt teurer Aufzüge und damit höherer Mieten und nur Abriss" und (damit) auch für einen altersgerechten, bezahlbaren Wohnraum in den Neubaugebieten, votierten dreiviertel der Befragten. Hier konnte man auch die Sorgen der älteren Mitbürger bzgl. ihrer zukünftigen Renten spüren.

  • Die gleiche Anzahl ist auch für eine kostenlose Gartenabfallentsorgung in Wittenberg. Bei einer vernünftigen Organisation der Entsorgung würde sich ein Großteil des Verbrennens erübrigen.

  • Das Schaffen von mehr öffentlichen Toiletten mit verlängerten Öffnungszeiten, auch an Feiertagen, ist ein Problem, was den Bürgern ebenfalls wichtig erschien.

  • Die ungenügende Hundekotbeseitigung im gesamten Stadtgebiet sprachen 90 % der Mitbürger an.

  • Durchgreifende Veränderungen: z.B. ausgewiesene Hundewiesen, grundsätzliches Verbot von Hunden und Katzen auf Spielplätzen, Einsatz von mehr Reinigungspersonal oder dem Einsatz von kontrollierenden und sanktionierenden Stadtangestellten bei Zuwiderhandlungen bestehender Gesetzlichkeiten, beim Spaziergang mit Haustieren sollten Tierhalter fäkalienaufnehmende Tüten und geeignete Aufgreifmittel vorweisen können, waren einige der Vorschläge.
  • Zur Unterstützung der Integration von Migrantinnen und Migranten sollten zur Verbes-serung der Sauberkeit um die Abfallcontainer, diese z.B. auch in russischer Sprache beschriftet werden.

  • Eine weitere Forderung war die Zurücknahme der "Taxi freien Innenstadt" und das Überdenken der Verantwortlichen zum " modernen Umbau des KTC".

  • Das Befahren von Fußwegen für die Radfahrer in bestimmten Stadtteilen, weil Straßen zu eng durch parkende Autos sind und Gefährdung darstellen, bitten Bürgerinnen und Bürger zu prüfen und Entscheidungen anzuschieben.

  • Der öffentliche Nahverkehr hätte sich mit dem "Neuen Wittenberger Busverkehr" deutlich verbessert, sei aber noch ausbaufähig (Abend-Nachtstunden) meinten knapp die Hälfte der Mitteilenden, wobei das Rufbussystem teils unbekannt war oder als umständlich erschien. Kritisch wurden die teuren Preise der DB bewertet und einige wünschten sich auch einen Haltepunkt in Apollensdorf. Dabei meinte über die Hälfte der Befragten, das Klimaschutz das Wichtigste bzw. eines der drei wichtigsten Probleme ist. Die Stärkung des öffentlichen Verkehrs sei dazu ein Meilenstein.

  • Auch für einen Ausbau von z.Z. wilder Parkfläche vor dem Bahnhof für Autos und für ein bewachtes Teilstück für Fahrräder (wie früher vorhanden) sprachen sich die Bürger in der Umfrage aus.

  • Die Verwaltung und die Stadträte, unsere Kommunalpolitiker, haben auch auf dem Gebiet des Klimaschutzes eine Vorbildfunktion, getreu dem Motto "Global denken, lokal Handeln". So sollten für Solarstromanlagen verstärkt die Dächer öffentlicher Gebäude, z. B. von Turnhallen, Schulen, Kindergärten etc. zur Verfügung gestellt werden.

  • 90 % der Mitbürger machen sich große Sorge wegen der Abwanderung der Jugend.

  • Forcierte Schaffung von nachhaltigen Arbeitsplätzen in erneuerbaren Energiesektoren, Umweltwirtschaft, Tourismus und Dienstleistungen sollte den Abwanderungstrend
  • umkehren, meinten fast alle Mitbürger.

  • Das hiesige Kulturangebot reicht 55 % der befragten Mitmenschen aus, vieles wurde gelobt, jedoch erscheint es zunehmend für 33 %, besonders für Rentner, zu teuer.

  • Die Erhöhung der qualitativen Ausbildung bereits ab Kindergartenalter und verbesserte Schulentwicklung hinsichtlich moderner Standards auf hohem Niveau sahen zwei Dritteln der Befragten als wichtig an. Bundeseinheitliche Schulpläne und bundes-einheitliche Abschlüsse auf allen Ebenen der Schulen wurden gefordert.Das Melanchthon-Gymnasium sollte als Schule erhalten bleiben.

  • Von vielen kritisch wurden weitere Eingemeindungen nach Wittenberg angesehen.


  • Die Befragung und Diskussion mit den Bürgerinnen und Bürger zeigte, dass diese die Stadtentwicklung nicht nur kritisch oder negativ sehen. Sie haben sogar viele kleine und interessante Anregungen für die weitere Verbesserung , wenn man mit ihnen ins Gespräch kommt und sie ernst nimmt. Auch wenn manch geäußerter Wunsch nicht in der lokalen Zuständigkeit von Stadtverwaltung und Stadträten liegt, sollten die entsprechenden politischen Ebenen dem Bürger ruhig mal unvoreingenommen "auf`s Maul" schauen, der Luther hat`s ja auch getan!
    Wir, die Mitglieder und Sympathisanten von BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN, wollen auch in Zukunft weitere solche Umfragen starten, um unsere Politik auf die wichtigen Dinge, Fragen und berechtigten Sorgen der Bürger auszurichten und mit der Unterstützung der Einwohner von Wittenberg und seinen Ortsteilen, das Wohl von uns allen voranbringen. Wir bedanken uns auf diesem Wege bei allen, die sich an dieser Aktion beteiligten.

    Im Namen des Kreisverbandes Friedbert Morgner.


     
    Bündnis 90 / Die Grünen - Kreisverband Wittenberg